
Ignatius Nascher Preis der Stadt Wien für Geriatrie

Der nach dem Begründer der Geriatrie, dem 1863 in Wien geborenen Ignatius Leo Nascher, benannte Preis wird seit 1999 vergeben. Der Ignatius Nascher Preis der Stadt Wien für Geriatrie, der auf eine Initiative von Primaria Dr.in Katharina Pils zurückgeht, wird in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Angewandte Gerontologie abgewickelt und besteht aus zwei Teilen:
- Der Förderpreis wird für eine besondere wissenschaftliche Arbeit oder ein innovatives, evaluiertes und erfolgreiches Projekt aus dem Bereich der Geriatrie (Gesundheitsförderung, Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation oder Langzeitpflege) vergeben.
- Mit dem Hauptpreis wird eine Persönlichkeit, die sich im Bereich der Geriatrie besonders verdient gemacht hat, geehrt.
Die Preisträger 2011
Den Hauptpreis erhielt Univ.Prof. Dr. Peter Oster, Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhauses - Geriatrisches Zentrum am Klinikum Heidelberg. Seit 1981 hat Prof. Oster wesentlich zum Aufbau der geriatrischen Forschung beigetragen. Viele seiner "Schüler" prägen heute die Geriatrie in Deutschland. Engagiert hat sich Prof. Oster auch in der Fortbildung im Bereich der Geriatrie für unterschiedliche Berufsgruppen, er bietet ein reichhaltiges Kursprogramm an. Oster ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und in vielen nationalen Netzwerken aktiv.
Den Förderpreis vergab die internationale Jury an Oberarzt Dr. Markus Gosch, MAS für seine Publikation "Tiroler Zentrum für Altersfrakturen. Traumatologisch-Geriatrisches Co-Management - erste Erfahrungen und Ergebnisse". Die optimale prä- und postoperative Betreuung bei Schenkelhals-Frakturen verbessert die Langzeitergebnisse in Bezug auf Überlebensrate, Mobilität und Selbsthilfefähigkeit. Auch das Risiko für postoperatives Delir (Verwirrtheitszustand) kann gesenkt werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus Hochzirl und der Universitätsklinik für Unfallchirurgie Innsbruck führt nicht nur zu einem fachlichen Austausch und besseren Betreuung der Patientinnen und Patienten, sondern auch zu einer größeren Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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